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Nordrhein-Westfalen

Verwaltungsvorschriften zur Verordnung über den Bildungsgang in der Grundschule vom März 1997

§ 8, Unterrichtsorganisation:
(1)   Der Unterricht stellt die für alle Schülerinnen und Schüler erforderlichen Grundlagen in den Fächern sicher und ist insbesondere durch Maßnahmen der inneren Differenzierung so zu gestalten, dass er den Leistungsstand, die Lernmöglichkeiten, die Belastbarkeit und die Interessen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. [...]

Dies gilt nach §13 auch für Schülerinnen und Schüler, die im gemeinsamen Unterricht gefördert werden.
(BASS 2001/2002, 13-11 Nr. 1.1/ 1.2)

Verwaltungsvorschriften zur Verordnung über die Ausbildung in der Sekundarstufe I , § 10, Ergänzende Bestimmungen für behinderte Schülerinnen und Schüler:
Soweit es die Behinderung oder ein sonderpädagogischer Förderbedarf einer Schülerin oder eines Schülers erfordert, kann von einzelnen Bestimmungen dieser Verordnung abgewichen werden.

VV zu § 10:
Die Lehrerinnen und Lehrer haben dafür zu sorgen, dass Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung oder mit sonderpädagogischem Förderbedarf bei schriftlichen, mündlichen oder praktischen Prüfungen durch geeignete Hilfen vergleichbare Bedingungen wie nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler erhalten.
(BASS 2001/2002, 13-21 Nr 1.1)

Erlass "Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung durch Parallelarbeiten und Aufgabenbeispiele" (Runderlass des MSWWF v. 1.12.98), Punkt 3.5:
Parallelarbeiten unter Verwendung von Aufgabenbeispielen in den genannten Fächern in den Klassen 7 und 10 werden ebenfalls in den Typen der Sonderschule geschrieben, die nach dem Bildungsziel der allgemeinen Schule unterrichten (zielgleich). Behinderungsspezifische Besonderheiten sind dabei zu berücksichtigen.
(BASS 2001/2002, 12-32 Nr. 1)

Allgemeine Schulordnung (AScho) für Nordrhein-Westfalen

§ 22 Abs. 2, Schriftliche Arbeiten und Übungen, Randnummer 16:
Behinderten Schülerinnen und Schülern sind Erleichterungen in Form von technischen Hilfsmitteln zu gewähren. Es gibt keinen allgemeinen Bewertungsgrundsatz, dass solchen Schülerinnen und Schülern zeitliche Vergünstigungen gewährt werden ( VGH Hes, Kassel, 16. 9. 1964, SPE n.F. 600, Nr. 2 ). Bei der Gewährung entsprechender Erleichterungen steht der Schule kein Beurteilungs- und Ermessensspielraum zu. Art und Umfang der Erleichterungen sind danach auszurichten, dass die Beeinträchtigung voll ausgeglichen wird. Vergleichsmaßstab sind insoweit die Bedingungen der nicht behinderten Schülerinnen und Schüler. Art und Bemessung der Ausgleichsmaßnahmen sind danach auszurichten, das dem Grundsatz der Chancengleichheit möglichst vollständig Genüge getan wird (VGH BaWü, Mannheim, Beschl. v. 26. 8. 1993, SPE n.F. 600, Nr. 16.

§ 25 Notenstufen, Randnummer 16:
Für Schülerinnen und Schüler, die aufgrund eines sonderpädagogischen Förderbedarfs eine Sonderschule besuchen bzw. im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts an einer allgemeinen Schule zieldifferent unterrichtet werden (...), wird die Leistung in Übereinstimmung mit den jeweiligen sonderpädagogischen Grundsätzen bewertet ( siehe hierzu Einführungserlass zum Gesetz der Weiterentwicklung der sonderpädagogischen Förderung in Schulen, Ziff. 3.3, BASS 14-03 Nr. 1 ). Leistungsbewertung für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf hat deren individuelle Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen. Daraus resultiert die Forderung, bei jeglicher Leistungsbewertung das jeweilige behinderungsspezifische Förderkonzept zu bedenken.

§ 27 Versetzung, Randnummer 8:
Soweit es der sonderpädagogische Förderbedarf einer Schülerin bzw. eines Schülers erfordert, darf die Schule mit Zustimmung der oberen Schulaufsichtsbehörde von Versetzungs-, Abschluss- oder Berechtigungsbedingungen abweichen.

Weiterführende Informationen:

Nachteilsausgleiche individuell einsetzen im Unterricht und bei Prüfungen für Schülerinnen und Schüler mit Benachteiligungen, Behinderungen und chronischen Erkrankungen

http://www.learn-line.nrw.de/angebote/gemeinsamerunterricht/...


Siehe auch:

Schule: Allgemein
Schule: Gesetzeslage
Schule: Nachteilsausgleich

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