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Hessen

Nachteilsausgleich für Schülerinnen und Schüler mit Funktions-beeinträchtigungen, Behinderungen oder für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen

Erlass vom 18. Mai 2006
II.3 – 170.000.094 – 30 -
Gült. Verz. Nr. 7200

Inhalt:
§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Formen des Nachteilsausgleich
§ 3 Antrag und Zuständigkeit
§ 4 Nichtschülerprüfungen
§ 5 Aufhebung früherer Vorschriften
§ 6 In-Kraft-Treten

§ 1
Geltungsbereich
Dieser Erlass gilt für Schülerinnen und Schüler

der Verordnung über die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen
Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen (VOLRR) vom 18. Mai 2006
(Amtsblatt 2006, S. 425) in der jeweils geltenden Fassung,

Zielsetzung zulassen (Nachteilsausgleich nach § 126 SGB IX).

§ 2
Formen des Nachteilsausgleichs
1. Schülerinnen und Schülern nach § 1 darf bei der Leistungsermittlung und Leistungs-bewertung kein Nachteil aufgrund ihrer Behinderung, zeitweiser Funktionsbeeinträchtigung oder besonderer Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen entstehen.
2. Liegt ein genehmigter Antrag auf Gewährung eines Nachteilsausgleichs vor, ist bei mündlichen, schriftlichen, praktischen und sonstigen Leistungsanforderungen auf be-sondere Erfordernisse der Schülerin oder des Schülers angemessen Rücksicht zu neh-men, ein Nachteilsausgleich zu schaffen oder eine differenzierte Leistungsanforderung zu stellen wie zum Beispiel:

§ 3
Antrag und Zuständigkeit
Die Entscheidung über die Gewährung und die Dauer eines Nachteilsausgleichs nach § 2 trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter nach Anhörung der Klassenkonferenz auf Antrag der Eltern, bei volljährigen Schülerinnen und Schülern auf deren Antrag oder auf Antrag der Klassenkonferenz nach Beteiligung der Eltern. Besteht für die Schülerin oder den Schüler ein För-derplan, sind Hinweise auf die Gewährung eines Nachteilsausgleichs in diesen aufzunehmen.
Die Eltern sind über die jeweiligen Formen des vorgesehenen Nachteilsausgleichs zu infor-mieren.
Ein Vermerk über den gewährten Nachteilsausgleich darf nicht in Arbeiten und Zeugnissen erscheinen.

§ 4
Nichtschülerprüfungen
Der Erlass über die Gewährung eines Nachteilsausgleichs ist entsprechend im Fall einer Nichtschülerprüfung anzuwenden mit der Maßgabe, dass die Entscheidung nach § 3 das zu-ständige Staatliche Schulamt trifft. In diesem Fall ist der Antrag an das Staatliche Schulamt zu richten.

§ 5
Aufhebung früherer Vorschriften Der Erlass vom 19. Dezember 1995 „Nachteilsausgleich für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen bei Prüfungen und Leistungsnachweisen“, ABl. 1996, S. 77, wird aufgehoben.

§ 6
In-Kraft-Treten
Der Erlass tritt am 1. August 2006 in Kraft.

DIE HESSISCHE KULTUSMINISTERIN

Wolff


Siehe auch:

Schule: Allgemein
Schule: Gesetzeslage
Schule: Nachteilsausgleich

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